Programm


SA 30. Mai 2026, ufaFabrik

14.00 - Sommerbühne - Passa Cantu Chor Leitung Annunziata Matteucci
Der Name des Berliner Frauenchors PassaCantu spielt darauf an, dass Musik vorbeizieht und dass sie weitergegeben wird. Begleitet wird der Chor von der Männercombo.
Begeistert von den Liedern und der Herausforderung, einzeln eine Stimme zu singen und nach dem gemeinsamen Klang zu suchen, haben sich mehrere kleine Formationen gebildet, die regelmäßig unter Annunziata Matteucci Leitung proben. Die meisten Lieder sind dreistimmig, manche zwei- oder vierstimmig, handeln von harter Arbeit, von Männern, die die Heimat verlassen und Frauen, die zurückbleiben müssen, und immer wieder von der Liebe.
So gehen die Lieder aus dem Süden auf die Reise und finden in Berlin ein neues Zuhause.
15.00 - Sommerbühne - Wechseljahre Vortrag mit anschließender Diskussion
Astrid Müller ist Hormoncoach, Autorin und Referentin für Hormongesundheit im Betrieblichen Gesundheitsmanagement. Sie ist Mitglied im Deutschen Verband für Wechseljahreberatung e. V. und engagiert sich in der Initiative #wirsind9millionen für eine bessere gesundheitliche Versorgung von Frauen.

Sie studierte Gesundheitswissenschaften und Sozialpädagogik und lebt in Berlin. Als Autorin veröffentlichte sie mehrere Sachbücher, zuletzt den Bestseller Hormonchaos. Viele Symptome – eine Ursache (2023), sowie den Roman Twenty Years. Hunde, Hitze und die Liebe (2024), der mit dem Neustart-Kultur-Stipendium ausgezeichnet wurde.
15.00 - Atelier 1 - Fühlworkshop, Laura Merritt
Laura Merritt ist Kommunikationswissenschaftlerin, Lachforscherin, feministische Linguistin, Autorin, Herausgeberin und Aktivistin der Frauenbewegung. Als Vertreterin des sexpositiven Feminismus setzt sie sich für geschlechtliche und sexuelle Vielfalt ein und engagiert sich besonders für die Gleichstellung von trans-, intergeschlechtlichen, lesbischen, bisexuellen und schwulen Personen. In Vorträgen und Workshops vermittelt sie Grundlagen des sexpositiven Feminismus und bezieht dabei unterschiedliche sexuelle Praktiken unter konsensuellen Bedingungen ein. Sie ist Mitbegründerin der PorYes-Bewegung, die sich für feministische Kriterien in der Pornografie und eine lustvolle Darstellung weiblicher Sexualität einsetzt.
15.00 - Theater Foyer - Tanz für alle mit Julia Johannsen
Die Poesie des Körpers

In diesem Workshop erforschen wir die Kreativität, Sinnlichkeit und Leichtigkeit im weiblichen Körper durch freies Tanzen, Spiel und Embodiment. Seit Julia Johannsen ein Mädchen ist, tanzt sie leidenschaftlich, kann sich ein Leben ohne Tanz nicht vorstellen. Der Tanz ist für sie genauso wie Yoga eine Meditation in Bewegung.
Mein persönlicher Weg, auf dem ich nicht nur diese Gruppenangst, sondern auch viele andere Ängste und Krisen überwinden musste, hat mir gezeigt, dass genau da, wo die größte Angst ist, auch das größte Potenzial liegt.
Ich fühle mich tief verbunden mit der Philosophie des Kashmir Shivaismus. Der Kern dieser Philosophie ist Spanda, die heilige Vibration, die durch den Körper und den gesamten Kosmos fließt. Sie ist die pulsierende, schöpferische Kraft, die alles durchdringt und die Essenz des Lebens ist. Die Praxis umfasst Yoga, Meditation, den Tandava Tanz (eine sinnliche Tanzmeditation) und Visualisierungen.
16.00 - Sommerbühne - Bessere Zeiten, Ulla Meinecke
Was für Zeiten. Sicher können die Liebeslyrik und Alltagsironie von Ulla Meinecke keine besseren Zeiten hervorzaubern, aber für eine Stunde vergessen und aufatmen lassen. Auch in ihrem neuen Programm kann sich ihr Publikum auf Liebeslieder, wie man sie so noch nicht gehört hat, auf gesungene Gedichte - ohne Kitsch, aber mit Tiefgang, freuen. Ulla Meinecke ist die Meisterin der treffenden Worte. Ihre Geschichten sind Bilder des Alltäglichen, die auf unvergleichliche Weise dem Besonderen nachgehen. Die Texte der selbsternannten „Hardcore-Romantikerin“ handeln von dem einen großen Thema–von der wahren Liebe; von zarten Anfängen, kleinen Fluchten, großen Dramen und starken Abgängen. Freuen Sie sich auf einen Abend mit spannenden und humorvollen Erkenntnissen und musikalischen Ausflügen zusammen mit dem Reinmar Henschke.
17.30 - Sommerbühne - Panel Sexualität
Dieses Panel soll eine lustvolle Diskussion um selbstbestimmte Sexualität auch im Alter sein. Laura Merritt, Sexologin und Kommunikationswissenschaftlerin, Nicola Hochkeppel Sexualberaterin, Lio Brix und Christiane Gerhards, aus der Sendung 37 Grad, weiblich Ü50, viele Liebhaber berichten aus ihren Erfahrungen. Moderiert wird von Gesa Ufer von Radio eins.
19.00 - Sommerbühne - Einmal Liebe und zurück, Ellen Esser
Kunstvoll inszeniert, musikalisch überraschend und mit liebevoller Detailverliebtheit umgesetzt, singt und erzählt Ellen Esser über die Liebe. Als ehemalige Schauspielerin zieht sie alle Register und erschafft einen Abend, der von der großen Bandbreite erzählt, die dem Phänomen „Liebe“ innewohnt. Mit deutschen und französischen Balladen von Herbert Grönemeyer, Konstantin Wecker, Annett Louisan und anderen, erleben die Zuschauer alle Aspekte der Liebe, mit besonderen Texten voller Zärtlichkeit, Charme und Humor. Ein Muss für alle, die die eine starke Persönlichkeit auf der Bühne erleben wollen.
21.00 - Terrasse - uSAMBAras Percussion
Die uSAMBAras trommeln sich seit 25 Jahren mit lateinamerikanischen und afrikanischen Rhythmen vielseitig und abwechslungsreich durch die Berliner Musikwelt.
Die uSAMBAras sind die älteste Frauen – Samba – Schlag - Kapelle Berlins. Wir sind zurzeit 11 Frauen, die mit viel Freude an der Musik auf Straßenfesten und Privatparties ihre Sticks und Schlegel schwingen. Wir sind nicht zu übersehen, geschweige denn zu überhören. Oft sind wir laut, immer mit vollem Elan dabei.
21.15 - Theater Foyer - After-Show Party mit Djane Julia Johannsen und 10 „Eintänzern“
Auf dieser Party, die in der lauen Maieinnacht die BesucherInnen erfreuen soll, gibt es ein kleines Highlight. 10 Semiprofessionelle Tänzer können von den Besucherinnen zum Tanz gebeten werden. Alle Frauen, die schon immer davon geträumt haben, mit einem guten Tänzer zu tanzen, kommen voll auf ihre Kosten.



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SO 31. Mai 2026, ufaFabrik

14.00 - Theatersaal - Let's Change the picture, Diskussionsrunde
21 Millionen Frauen in Deutschland sind 47 Jahre alt oder älter, und doch werden sie in Film und Fernsehen kaum abgebildet. Schauspielerin Gesine Cukrowski gründete gemeinsam mit der Journalistin Silke Burmester/Palais fluxx die Initiative »Let’s Change The Picture«, die eine Diskussion über diesen Missstand angestoßen hat. Die Schauspielerin und Regisseurin Michaela Caspar und Ellen Esser, die Initiatorin der Festivals komplettieren die Runde.

Moderation Gesa Ufer.
15.30 - Theatersaal - Tarzan, ich rette mich selbst, Gesine Cukrowski
In ihrem Buch „Sorry Tarzan, ich rette mich selbst“ schreibt Gesine Cukrowski über ihre Erfahrungen in der Film- und Fernsehbranche. Gekonnt und vergnüglich mischt sie ihre Erlebnisse (und die vieler Kolleginnen) mit Fakten über Altersdiskriminierung und Sexismus, Geschlechterrollen und überholte Rollenbilder.
15:30 – Atelier 1 - Biografisches Schreiben, Stefanie Nordhausen
Biografisches Schreiben – Jedes Leben ist großes Kino
In ihrem Workshop lädt Stefanie Nordhausen dazu ein, dem Stoff des eigenen Lebens mit einem dramaturgischen Blick zu begegnen. Anhand ausgewählter Werkzeuge und Modelle aus der Dramaturgie, wie Wendepunkte, want und need, innere Entwicklung und thematischem roten Faden, entsteht ein neuer Zugang zur eigenen Biografie.
Wie lassen sich prägende Momente erkennen? Welche Konflikte haben uns geformt?
Welche wiederkehrenden Themen durchziehen unser Leben?
Durch kleine dramaturgische Schreibimpulse und strukturierte Denkbewegungen wird erfahrbar, wie Erinnerungen sich ordnen, verdichten und in eine stimmige Form bringen lassen.
Ein kreativer Einstieg für Frauen, die ihre Geschichte neu betrachten und mit erzählerischer Klarheit formulieren möchten und die Lust darauf haben, ihr eigenes Leben endlich als erzählenswerten Stoff zu begreifen.
16.30 - Theatersaal - Einfach Leben, Silke Breidbach
Neben eigenen Kompositionen interpretiert und vertont Silke Breidbach Gedichte der Lyrikerin Eva Strittmatter. Wort und Musik gehen dabei eine enge Verbindung ein – klar, kraftvoll und offen für das, was zwischen den Zeilen mitschwingt. Sie verbindet Gesang, Klavier und Poesie zu einem lebendigen Klangraum zwischen Lied, Chanson und freiem Ausdruck. Ihre Stimme ist präsent und tragend, warm und ausdrucksstark – sie erzählt, berührt und darf auch augenzwinkernd sein. Durch den unmittelbaren Kontakt zum Publikum entsteht ein Abend voller Nähe, der ebenso unterhält wie bewegt.
17.00 - Atelier 1 - Biografisches Schreiben, Ulrike Winkelmann
Kreatives Schreiben
In diesem Workshop gibt Ulrike Winkelmann einen Einblick in die Vielfalt des Kreativen Schreibens, der sich besonders an Menschen mit wenig Schreiberfahrung richtet. Im Mittelpunkt steht das lustvolle, assoziative Schreiben, das durch vergnügliche und niedrigschwellige Übungen angeleitet wird.
17.00 - Theatersaal - Die Frau als Mensch - Am Anfang der Geschichte, Ulli Lust
Stolze Hüften aus Knochen, Stein und gebranntem Ton. Wir nennen sie Göttinnen – doch wer oder was waren sie wirklich? Während Steinzeitbücher meist Männer beim Jagen oder Malen zeigen, stellen die meisten erhaltenen Menschenbilder Frauen dar. Welche Gesellschaften zeigten das Menschliche so zentral und ohne Scham? Nach jahrelanger Recherche kehrt Ulli Lust mit einem groß angelegten Sachcomic zurück, der die Anfänge der Kunst und die Bedeutung von Empathie für das Überleben unserer Spezies erkundet. Rund um archaisch-weibliche Figurinen entsteht das Bild einer vergessenen Welt, in der die Heldenreise nur gemeinsam bestand – von Frauen, Männern, Kindern und auch nichtbinären Menschen.
19.30 - Theatersaal - Sterben 1.2.3. Hopp, Michaela Caspar
Die Performance »Sterben 1,2,3: Hopp« thematisiert die Liebe zu den eigenen Müttern und die Angst vor Verlust, Verfall und zukünftiger Armut – mit Karaoke, Gymnastik, Foto, Film und Popmusik der 80er. Um die Perspektive auf häusliche Pflege zu öffnen, um sie zu ändern und dafür einen Ort des Austausches zu schaffen, bringen die großartige Schauspielerin Michaela Caspar und ihr langjähriger Kollege aus dem »Theaterkollektiv Possible World« Peter Marty »Sterben 1,2,3: Hopp« auf die Bühne. Ein Abend zwischen Crosstrainer, Albrecht Dürer und Trauer, der informiert, unterhält und sehr berührt.